0,65 Cent

Thoben genehmigt RWE-Strompreiserhöhung nicht in vollem Umfang

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) hat RWE eine Erhöhung von 0,65 Cent pro Kilowattstunde für die RWE-Töchter Westfalen-Weser-Ems und Rhein-Ruhr genehmigt. Zudem erließ sie zwei Auflagen und will die Verfahren weiterhin sorgfältig beobachten.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) hat die von RWE beantragte Strompreiserhöhung nicht in vollem Umfang genehmigt. Die genehmigte Erhöhung liege bei 0,65 Cent pro Kilowattstunde für die RWE-Töchter Westfalen-Weser-Ems und Rhein-Ruhr und sei damit um ein Viertel niedriger als vom Unternehmen gewünscht, sagte Thoben am Dienstag in Düsseldorf.

Die Preissteigerung wurde zudem nur unter zwei Auflagen genehmigt. Sollten die Regulierungsbehörden im Frühjahr feststellen, dass die Netzkosten von den Stromversorgern zu hoch angesetzt worden seien, müssten die Unternehmen entsprechende Kürzungen unmittelbar an die Verbraucher zurückgeben. Auch die geltend gemachten Kosten für Emissionszertifikate stünden unter dem Vorbehalt einer Prüfung durch das Bundeskartellamt.

"Wir werden die Verfahren bei den Bundesbehörden sorgfältig beobachten und nach entsprechenden Entscheidungen die Weitergabe der Preiskorrekturen an die Kunden unverzüglich in die Wege leiten", betonte Thoben. Sie erläuterte, dass die von RWE eingereichten Unterlagen sehr sorgfältig geprüft und dabei stets die berechtigten Interessen der Verbraucher berücksichtigt worden seien.

Im Laufe des Verfahrens seien eine Reihe von kritischen Fragen an die Unternehmen gestellt worden. Deren Beantwortung sei nach einer erneuten Bewertung durch das Ministerium Grundlage für die erfolgte Kürzung gewesen.

Die genehmigte Erhöhung um 0,65 Cent bedeutet den weiteren Angaben zufolge für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 3500 Kilowattstunden pro Jahr eine Mehrbelastung in Höhe von 22,75 Euro netto jährlich. Das seien weniger als vier Prozent.