Naturstrom

Texas: Stromerzeugung aus Weintrauben gelungen

In einer Universität in Texas haben es Forscher geschafft, Strom aus Weintrauben zu erzeugen. Für eine Glühbirne reicht die Energie zwar nicht aus, aber sie kann dafür einen Silizium-Chip in einem Minisensor antreiben. Die Herstellung der leichten Zelle ist zudem sehr kostengünstig, sagen die beteiligten Forscher.

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Forscher der University of Texas in Austin haben es geschafft, aus Weintrauben elektrische Energie zu gewinnen. Die Energie stammt aus dem Elektronentransfer von Glukose zum Sauerstoff bei der Umwandlung in Kohlendioxid und Wasser. Diese "Bio-Brennstoffzelle" produziert eine Leistung von 2,4 Mikrowatt - nicht genug für eine Glühbirne, aber ausreichend zum Antrieb eines Silizium-Chips in einem Minisensor.

Die Bio-Brennstoffzelle besteht aus zwei Kohlenstoff-Elektroden, die dünner als ein Haar und nur wenige Zentimeter lang sind. Die Wissenschaftler berichteten im "Journal of the American Chemical Society", dass die Zelle bis jetzt nur einen Tag lang in Betrieb war. In diesem Zeitraum fiel der Energie-Output um ein Viertel. Eine verbesserte Version könnte die Energieproduktion auf eine Woche verlängern.

Die Weintrauben-Batterie zapft den Metabolismus von Glukose und Sauerstoff bei der Umwandlung in Kohlenstoffdioxid und Wasser an. Dabei fließen Elektronen der Glukose zum Sauerstoff. Die Bio-Brennstoffzelle soll nun auf dem Rücken von Insekten in Betrieb genommen werden, um deren Bewegungen aufzeichnen zu können. Erste Versuche sind allerdings fehlgeschlagen.