Statistik

Teuerungsrate bei Erzeugerpreisen auf höchstem Stand seit 23 Jahren

Hauptursache für den starken Preisanstieg war den Statistikern zufolge weiterhin die Energiepreisentwicklung. So habe sich Energie gegenüber November 2004 um durchschnittlich 17,5 Prozent verteuert. Mineralölerzeugnisse kosteten 13,6 Prozent mehr, Strom 13,2 Prozent und Erdgas 27,8 Prozent.

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Wiesbaden (ddp/sm) - Die Teuerungsrate bei den Erzeugerpreisen in Deutschland hat im November den höchsten Stand seit gut 23 Jahren erreicht. Sie stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im Oktober war eine Jahresteuerung auf Produzentenebene von 4,6 Prozent verzeichnet worden.

Hauptursache für den starken Preisanstieg war den Statistikern zufolge weiterhin die Energiepreisentwicklung. So habe sich Energie gegenüber November 2004 um durchschnittlich 17,5 Prozent verteuert. Mineralölerzeugnisse kosteten 13,6 Prozent mehr, Strom 13,2 Prozent und Erdgas 27,8 Prozent. Ohne Energie wäre der Erzeugerpreisindex laut Statistikamt gegenüber November 2004 um 1,5 Prozent gestiegen.

Gegenüber Oktober gingen die Erzeugerpreise um lediglich 0,1 Prozent und damit geringer als erwartet zurück. Von der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires befragte Bankvolkswirte hatten wegen der Entspannung an den Energiemärkten ein Minus von 0,3 Prozent vorhergesagt. Im Vergleich zum Vormonat verbilligten sich Mineralölerzeugnisse um 6,5 Prozent, darunter Kraftstoffe um 5,8 Prozent. Teurer waren unter anderem Nichteisenmetalle und Halbzeug daraus (plus 3,6 Prozent), Erdgas (plus 0,8) und Strom (plus 0,7).