Zeitungsbericht

Tepco will Geschäfte nach Europa ausweiten

Die Firma Tepco, die auch Betreiber des Atomkraftwerks in Fukushima ist, plant ihre Geschäfte auf den europäischen Raum auszuweiten. Einem Zeitungsbericht zufolge soll zunächst mit einer Stromspeicheranlage in Großbritannien begonnen werden. Der Konzern hat mit enormen Kosten des Atomunfalls zu kämpfen.

Japan

Tokio (AFP/red) - Die Betreiberfirma des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima, Tepco, will einem Bericht zufolge in Europa Fuß fassen. Gemeinsam mit dem ebenfalls japanischen Unternehmen NGK werde Tepco in Großbritannien bis zum Frühjahr 2016 eine Stromspeicheranlage aufbauen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Donnerstag. Geplant sei, nachts günstigen Strom zu kaufen, ihn zu speichern und tagsüber zu einem höheren Preis zu verkaufen.

Ausdehnung auf Europa

Falls das britische Projekt Erfolg habe, wolle Tepco auch in anderen europäischen Ländern wie Frankreich und Deutschland aktiv werden, berichtete "Nikkei". Hintergrund der Pläne sei die Suche nach neuen Einnahmequellen, um die enormen Kosten durch die Fukushima-Katastrophe zu kompensieren.

Kosten des Atomunfalls

Nach einem Erdbeben und Tsunami war es im März 2011 in drei der vier Fukushima-Reaktoren an der Pazifik-Küste zur Kernschmelze gekommen. Es war die weltweit größte Atomkatastrophe seit Tschernobyl. Tepco ist seither mit Entschädigungsforderungen von hunderttausenden Menschen und den Kosten der Aufräumarbeiten in Fukushima konfrontiert. Bei der Bewältigung des Atomunfalls gibt es immer wieder schwere Pannen.

Quelle: AFP