Zukunftsszenario

Tepco: AKW Fukushima in sechs bis neun Monaten stabil

Wie der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima mitteilte, will man das Kraftwerk bis Ende des Jahres stabilisiert haben. Ob das machbar ist, darüber herrschen Zweifel bei Bevölkerung und Experten. Am Wochende hat man begonnen, das radioaktive Wasser im Umkreis mit Zeolith zu klären.

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Fukushima (red) - Dabei handelt es sich um ein Mineral, das radioaktive Teilchen binden kann. Auf diese Weise will man versuchen, die radioaktive Belastung des Meerwassers zu verringern. Man will zunächst erproben, ob die Methode Erfolg hat und sie dann ausweiten.

Bemühungen konzentrieren sich auf Dekontamination und Kühlung

Daneben konzentrieren sich die Bemühungen weiterhin auf die Kühlung der beschädigten Reaktoren. Wie Spiegel Online unter Berufung auf mehrere Quellen berichtet, soll es Monate dauern, bis das Austreten von Strahlung aus dem zerstörten Kraftwerk beendet werden kann. Es wird weiterhin Stickstoff eingeleitet, um eine Wasserstoffexplosion zu verhindern. Innerhalb der Reaktorgebäude sind ferngesteuerte Roboter dabei, die Strahlung zu messen.

Greenpeace gab indes bekannt, dass die Gegend in und um Fukushima stark verstrahlt sei. Nach den Messungen der Umweltschutzorganisation fordert diese weitere Evakuierungen. Die Menschen in der Umgebung von Fukushima bekämen in zwei Tagen bis zwei Wochen die Strahlendosis ab, die normalerweise in einem Jahr als vertretbar angesehen wird.