Stabwechsel

TelDaFax wechselt erneut Vorstandsvorsitzenden

TelDaFax versucht seit Wochen eine Insolvenz abzuwehren. Nun kündigt der Stromversorger einen erneuten Wechsel des Vorstandsvorsitzenden an. Dr. Gernot Koch blickt, auch aufgrund eines zeitnah vorliegenden Sanierungsgutachtens, optimistisch in die Zukunft.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Linden (red) - Dr. Hans-Gerd Höptner sollte den finanziell stark angeschlagenen Stromanbieter TelDaFax aus den roten Zahlen heraushelfen. Nun ist der Vorstandsvorsitzende früher als erwartet zurückgetreten - weil das Sanierungsgutachten vorzeitig fertig geworden sei, wie es hieß. Wie der 69-Jährige bei seinem Amtsantritt im März angekündigt hatte, wollte er innerhalb eines halben Jahres eine Insolvenz abwenden. Ob ihm dies gelungen ist, wird das angekündigte Gutachten zeigen, welches "prüffähige Abschlüsse" darlegen soll.

Hunderttausende Verbraucher betroffen

Betroffen von den Schwierigkeiten bei TelDaFax sind fast 700.000 Strom- beziehungsweise Gaskunden. Medienberichten zufolge müssen immer mehr von ihnen die garantierte, aber kostenintensivere Grundversorgung in Anspruch nehmen. Denn die Kündigungen der Netzgesellschaften häufen sich aufgrund nicht gezahlter Rechnungen. Zuletzt ging der Konzernriese Vattenfall zu diesem Schritt über.

Koch tritt Nachfolge Höptners an

Nach dem erneuten Wechsel des Vorstandes nimmt sich nun Dr. Gernot Koch den weiteren Sanierungsschritten an. Der 48-jährige Physiker war bei TelDaFax bereits in einigen anderen Positionen tätig und ist bezüglich eines Neuanfangs optimistisch. So sollen unter anderem eben jene Probleme behoben werden, die mit den Netzbetreibern entstanden waren. Höptner soll indes in beratender Funktion tätig bleiben.