Medienberichte

Teldafax soll an russischen Investor gehen

Der Stromanbieter Teldafax hat eine Strafanzeige gegen seinen früheren Finanzvorstand Alireza Assadi und die Frankfurter Ermittlungsfirma KDM angekündigt. Gerüchte über schwere Finanzprobleme seien haltlos. Ein Konzernsprecher sagte, das Unternehmen werde an einen russischen Investor verkauft.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (dapd/red) - Die Anzeige gegen den Ex-Finanzvorstand und den Ermittler würde am Donnerstag bei der Staatsanwaltschaft Bonn erstattet, sagte ein Teldafax-Sprecher der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagsausgabe). Gegen Assadi richte man außerdem eine Zivilklage. Zudem gab der Sprecher laut FTD an, der Stromanbieter werde an einen russischen Investor verkauft. Ein Name wurde nicht genannt.

Teldafax wirft ihm vor, falsche Informationen zu streuen. Mehrere Medien, darunter das "Handelsblatt", hatten am Mittwoch über angebliche schwere Finanzprobleme des größten konzernunabhängigen Stromanbieters in Deutschland berichtet. Er betreibe zudem ein "Schneeballsystem" mit den Vorauszahlungen neuer Stromkunden. "Die Vorwürfe sind unwahr, falsch und geschäftsschädigend", sagte Firmenchef Klaus Bath. Teldafax habe nach eigenen Angaben 550.000 Energiekunden. Damit ist das Unternehmen nach Daten des Stromportals Verivox größter unter rund 280 Anbietern jenseits der vier großen Stromkonzerne und Stadtwerke.

Die Bundesnetzagentur hat offenbar bisher keine Unregelmäßigkeiten bei Teldafax festgestellt. Die Behörde überprüft fortlaufend die personelle, technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aller Stromanbieter. Konsequenzen würden bei Mängeln rasch gezogen, sagte eine Sprecherin.