Kurzschluss in Kraftwerk

Teile Stuttgarts bei Frost stundenlang ohne Fernwärme (Upd.)

Ein Kurzschluss in einem Heizkraftwerk des Energiekonzerns EnBW hat am Freitag zu Ausfällen bei der Fernwärmeversorgung in Stuttgart geführt. Wie die EnBW Kraftwerke AG mitteilte, kam es in den frühen Morgenstunden zu einem Kurzschluss an einem Hochspannungswandler eines Transformators im Heizkraftwerk Stuttgart-Münster.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (ddp-bwb/sm) - Die Heizungen in vielen Haushalten vielen dadurch bei frostiger Kälte mit phasenweise rund minus zehn Grad zum Teil stundenlang aus. Bis zum späteren Nachmittag konnten die Schäden weitgehend behoben werden.

Den Angaben zufolge führte der Kurzschluss zu einem Spannungseinbruch, in dessen Folge die für die Fernwärmeerzeugung erforderlichen Dampferzeuger ausfielen. Betroffen waren die Innenstadt und die Stadtteile Nord, West, Freiberg, Hofen und Neugereut. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin sind dort 25.000 Haushalte an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Versorgung sei aber nicht bei allen Kunden zusammengebrochen.

Der Kurzschluss ereignete sich gegen 4.50 Uhr in der Früh. In der Innenstadt konnten die Auswirkungen bereits bis zum Vormittag weitgehend behoben werden, bis zum Nachmittag waren fünf der sechs Dampferzeuger wieder in Betrieb. Der Unternehmenssprecherin zufolge dauerte es jedoch noch bis zum Abend, bis die Fernwärme wieder in allen Haushalten ankam. Es sei aber dem Vernehmen nach nirgendwo "richtig kalt" geworden, sagte sie.

An das Stuttgarter Fernwärmenetz sind auch öffentliche Einrichtungen angeschlossen. Diese sind aber in der Regel mit einem Notversorgungssystem ausgestattet.