Hannover

Technische Defekte für Stromausfall verantwortlich

In Hannover ist man weiterhin mit der Ursachenforschung befasst, was den umfassenden Stromausfall letzte Woche betrifft. Anscheinend waren es zwei Auslöser, die gemeinsam für den Blackout verantwortlich waren. Indes beruhigt man die Bevölkerung: Mit dem Atomausstieg hat der Stromausfall nichts zu tun.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hannover (red) - Dazu enercity-Vorstandsvorsitzender Michael G. Feist: "Der Ausfall, [...], ist aufgrund eines unvorhersehbaren technischen Defekts in Kraftwerk und Schaltanlage aufgetreten und ist völlig unabhängig von der Stilllegung der AKW-Kapazitäten zu sehen. Zum Zeitpunkt des Defektes hatten wir eine geringe Netzlast, die generell als versorgbar auch ohne AKW-Kapazitäten ist."

Stromausfall in ganz Hannover

Laut Pressemeldung von enercity wurde wegen eines technischen Defekts in einer der Kohlemühlen des Gemeinschaftskraftwerks Hannover plötzlich zu viel Kohle in den Kessel des Blocks 2 geblasen, was zur Überhitzung und dessen automatischer Schnellabschaltung führte. Da parallel im Netz die wichtige Verbindung zum Hochspannungsnetz ausfiel, war der verbleibende Kraftwerksblock nicht in der Lage, die Versorgung der Innenstadt allein zu übernehmen. Die Schutzeinrichtungen ließen auch Block 1 vom Netz gehen.

Bis das Kraftwerk wieder ans Netz gehen konnte, wurden alle verfügbaren Kapazitäten in den anderen enercity-Kraftwerken hochgefahren. Die detaillierte Ursachenforschung wird laut enercity noch mehrere Tage bis Wochen beanspruchen. Alle in Frage kommenden Bauteile und Komponenten im Bereich der Netzschutztechnik und -leittechnik im Umspannwerk Mehrum würden vollständig und systematisch untersucht.