Sanierung

Techem: In Altbauten liegt Potenzial für Energieeinsparung

Der Abrechnungsspezialist Techem sieht in den bis 1982 errichteten Altbauten ein großes Energieeinsparungspotenzial. Die durch die neue Energieeinsparverordnung festgelegten Ziele könnten nur erreicht werden, wenn Nutzer in ihrem Verbrauchsverhalten stärker unterstützt würden. Techem schlägt dafür Hausautomationssysteme vor.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Allein für Heizung und Warmwasser verbrauchen die 37 Millionen deutschen Privathaushalte pro Jahr knapp 700 Terawattstunden Energie. Dabei werden nahezu 200 Millionen Tonnen Kohlendioxid freigesetzt. Zur Schonung von Ressourcen und Umwelt hat die Bundesregierung im Frühjahr die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft gesetzt. Damit werden Neubauten durch bessere Dämmung und effizientere Anlagentechnik künftig zu Niedrigenergiehäusern. Allerdings: In den bis 1982 errichteten Altbauten fallen allein 95 Prozent des Energieverbrauchs an, teilt Techem, Dienstleister bei Erfassung, Verteilung und Abrechnung von Energie und Wasser, mit.

In diesen Altbauten liegt laut Techem das große Potenzial für Energieeinsparungen. Zwar sieht die EnEV auch hierfür etliche Maßnahmen vor. Dennoch: Selbst bei 50-prozentiger Sanierungseffizienz rechnen seriöse Prognosen bis 2050 nur mit einem Energieverbrauchsrückgang von etwa 30 Prozent. Eine Größenordnung, die Wohnungswirtschaft und Nutzer in Mehrfamilienhäusern allein in den letzten 25 Jahren erreicht haben. Analysen von Techem belegen dort einen Rückgang des spezifischen Verbrauchs um gut 30 Prozent. Soll die EnEV ihre Ziele erreichen, müssten die Nutzer in ihrem Verbrauchsverhalten stärker unterstützt werden. Beispielsweise durch Einsatz von Hausautomationssystemen. Mit beispielsweise funkbasierter Einzelraum-Temperaturregelung schieben sie einer globalen Wärmeverschwendung einen Riegel vor. Mit diesen Systemen sei eine zusätzliche Einsparung bis zu 20 Prozent möglich, außerdem seien sie preiswerter als aufwändige Dämmung, argumentiert Techem.