Weit weg von Zielen

Techem-Heizstudie: Energieverbrauch stagniert

16,25 Liter Heizöl pro Quadratmeter haben die deutschen Haushalte in der Heizperiode 2001/2001 durchschnittlich verbraucht. Das geht aus einer aktuellen Studie des Abrechnungsdienstleisters Techem hervor. Die Analyse zeigt ein klares Nord-Süd-Gefälle von Cuxhaven mit 20,84 Litern pro Quadratmeter bis Freising mit 13,22 Litern pro Quadratmeter.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

In der Heizperiode 2001/2002 verbrauchten die deutschen Haushalte durchschnittlich 16,25 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche. Gegenüber dem Vorjahr mit 15,82 Litern pro Quadratmeter gab es damit einen leichten klimabedingten Anstieg. Diese Daten ermittelte die Techem AG. Basis der Studie: 208 000 Wohnungen in 144 Städten. Die Analyse zeigt auch diesmal ein klares Nord-Süd-Gefälle von Cuxhaven mit 20,84 Litern pro Quadratmeter bis Freising mit 13,22 Litern pro Quadratmeter.

In Bezug auf die geplante Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes sind die Daten jedoch alarmierend: Seit Beginn der Techem-Analyse im Jahr 1978 sank der Energieverbrauch bis Mitte der 90er Jahre um über 30 Prozent - seither stagniert er. Die Anstrengungen der Wohnungswirtschaft, ihre Bestände energetisch zu verbessern, die Betriebskosten zu senken und so attraktive Wohnimmobilien anzubieten, sind laut Techem fast zum Stillstand gekommen. Wolfgang Franke, Pressesprecher bei Techem: "Neue Impulse sind notwendig, um den Wohnungsbestand als größten Energieverbraucher zu modernisieren."

Die Haushalte seien durch hohe Heizkosten-Verbrauchsabrechnungen bereits stark motiviert, bewusst mit Heizenergie umzugehen. Ihr Beitrag zu weiterem Rückgang brauche jedoch Unterstützung. Wolfgang Franke: "Hier sind die Investoren der Immobilienwirtschaft gefordert, geeignete Maßnahmen, zu denen auch technische Innovationen wie Einzelraum-Temperaturregelung zählen, zu ergreifen."