Um 21,6 Prozent

Techem: Heizpreise in vergangener Saison gestiegen

Um durchschnittlich 21,6 Prozent sind die Heizkosten in der vergangenen Saison gestiegen, hat der Energiedienstleister Techem in einer aktuellen Analyse festgestellt. Insbesondere in den Regionen um Freiburg, Kassel und Berlin mussten die Haushalte tiefer in die Tasche greifen.

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Eschborn (red) - Die unerfreuliche Prognose zur Entwicklung der Heizkosten in deutschen Haushalten in der Saison 2005/2006 hat sich bestätigt: Nach der neuesten Analyse des Eschborner Energiedienstleisters Techem AG stiegen die Heizkosten für eine 69 Quadratmeter große Wohnung in mit Heizöl versorgten Mehrfamilienhäusern von 499 Euro auf 607 Euro an - und damit um durchschnittlich 21,6 Prozent.

Entscheidend dafür sei der 30-prozentige Anstieg der Heizölpreise von 0,37 Euro pro Liter (Heizperiode 04/05) auf 0,48 Euro pro Liter in 05/06 gewesen, teilte Techem mit. Basis für die Techem-Analyse waren knapp 781 000 Wohnungen in 83 000 Mehrfamilienhäusern. Gleichzeitig hat Techem aber festgestellt, dass die Preisentwicklung des Heizöls von anderen Faktoren leicht kompensiert wurde. So hätten sich die Nebenkosten (Wartung, Strom, Schornsteinfeger u. a.) lediglich um 2,8 Prozent verteuert und der Energieverbrauch sei um zwei Prozent gesunken.

Techem-Pressesprecher Stefan Lutz: "Zwar lässt der bisher milde Winterverlauf eher auf moderate Heizkosten für die bald auslaufende Heizperiode hoffen. Verlassen sollte man sich darauf nicht - auch die weitere Entwicklung der Energiepreise kann noch Überraschungen bringen. Wir können nur immer wieder raten, nachhaltig verbrauchsbewusst und sparsam zu heizen - auch unserem Klima zuliebe."

Den höchsten Anstieg der Heizkosten verzeichneten laut Techem die Regionen um Freiburg (25,6 Prozent), Kassel (23,7) und Berlin (23,3). Vergleichsweise glimpflich seien die Regionen um Würzburg (13,8), München (16,1) und Braunschweig (18,3 Prozent) davon gekommen. Im Einzelnen ermittelte Techem regional folgende Heizkosten - Augsburg: 523 Euro (plus 23,1 Prozent), Bayreuth: 638 (22,2), Berlin: 593 (23,3), Braunschweig: 582 (18,3), Bremen: 598 (20,6), Düsseldorf: 594 (23,0), Essen: 601 (21,2), Frankfurt/Main: 634 (20,1), Freiburg: 613 (25,6), Hamburg: 594 (23,2), Hannover: 586 (19,4), Kassel: 647 (23,7), Kiel: 623 (21,2), Koblenz: 616 (20,8), Köln: 577 (20,5), Mannheim: 676 (22,7), Marburg: 658 (19,6), München: 554 (16,1), Münster: 594 (18,8), Nürnberg: 589 (22,5), Rosenheim: 618 (22,4), Siegen: 620 (21,3), Stuttgart: 619 (22,1), Ulm: 618 (21,9) und Würzburg: 617 Euro (13,8).