Verkaufsbemühungen

Techem-Aktionäre blockieren angeblich Suche nach neuem Investor

Der Techem-Vorstandsvorsitzende Horst Enzelmüller hat sich nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe) vergeblich um strategische Investoren für sein Unternehmen bemüht. Aufgrund einer Blockadesituation der Mitstreiter seien die Verkaufsbemühungen jedoch gescheitert.

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Frankfurt/Main (ddp.djn/sm) - Im Kreis der großen Energiekonzerne RWE, E.ON, Vattenfall oder EnBW soll er ebenso wie bei zuverlässigen Finanzinvestoren vorgefühlt haben, um eine langfristige Perspektive für Deutschlands größten Spezialisten für das Ablesen von Energie- und Wasserverbrauchszählern zu finden. Auch der Hedge-Fonds Elliott soll auf der Suche nach Interessenten für sein mehr als 15-prozentiges Techem-Paket erfolglos geblieben sein.

Die Eschborner Techem AG lehnte ebenso wie Elliott jeden Kommentar ab, schreibt die Zeitung. Die gescheiterten Verkaufsbemühungen seien Ergebnis einer Blockadesituation, in die sich die Mitstreiter manövriert hätten. Nach der Hauptversammlung Ende März sei zunächst Ruhe eingekehrt. Es habe nach einem Einvernehmen zwischen den Beteiligten ausgesehen. Doch mittlerweile sei das Klima zwischen den Hedge-Fonds und der australischen Bank Macquarie einerseits und Enzelmüller andererseits gereizt und der vor dem Aktionärstreffen vereinbarte Burgfrieden Makulatur.

Das Verhalten der Australier, die im Februar bei ihrem Versuch einer Übernahme von Techem scheiterten, bleibe unklar. Als unberechenbare Komponente mache die Bank die Verkaufsversuche der Hedge-Fonds zunichte. "Hinter den Kulissen bewegt sich viel", sagte ein mit dem Vorgang vertrauter Beobachter der Zeitung. Macquarie war an der Ablehnung von Hedge-Fonds, die mit 45 Prozent größte Aktionärsgruppe sind, gescheitert. Unter ihnen ist Elliott als Aktivist mit mehr als 15 Prozent zweitgrößter Einzelaktionär hinter Macquarie mit 25 Prozent.