30. Geburtstag

TEAG: Familientag mit Führung durch das Kraftwerksgelände

Das Heizkraftwerk Bad Salzungen wurde 1974 errichtet und 1992/93 zu einem umweltfreundlicheren Gasturbinenkraftwerk umgebaut. Somit wurde der Kohlendioxid- und Stickoxidausstoss fast auf Null reduziert. Zum 30jährigen Bestehen des Kraftwerkes läd die TEAG am kommenden Samstag zu einem Familientag ein.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Jena (red) – Zum 30jährigen Bestehen des Heizkraftwerkes Bad Salzungen veranstaltet die TEAG Thüringer Energie AG am Samstag, dem 23. Oktober einen großen Familientag. Auf dem Programm stehen Führungen durch das Kraftwerksgelände sowie jede Menge Spaß und Unterhaltung.

Das Gasturbinenkraftwerk gehört laut TEAG zu den modernsten Kraftwerken Deutschlands. Die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage liefert Heißwasser für rund 130 Fernwärme-Abnahmestellen in Bad Salzungen und versorgt damit rund 3000 Haushalte sowie 15 Gewerbebetriebe und Dienstleister mit Fernwärme. Der erzeugte Strom – im vergangenen Jahr rund 35 Millionen Kilowattstunden - fließt in das Stromverteilungsnetz der TEAG.

Bereits 1966 wurde ein erstes Wärmeversorgungskonzept für Bad Salzungen erstellt, sieben Jahre später begann der Bau des Heizkraftwerkes und ging anderthalb Jahre danach in Betrieb. Insbesondere die Einhaltung der im Bundesimmissionsschutzgesetz geforderten Grenzwerte sowie Überlegungen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit veranlassten die damalige SEAG, das alte Heizwerk 1992/93 zu einem modernen Gasturbinenkraftwerk umzubauen. In den 20 Millionen Euro teuren Umbau wurden vorhandene Anlagen integriert. Das entstandene Gasturbinenkraftwerk hat zehn Megawatt installierte elektrische Leistung und 57 Megawatt Fernwärmeleistung. Der durchschnittliche jährliche Brennstoff-Ausnutzungsgrad der Anlage liegt heute bei 85 Prozent.

Die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom schränkt die Belastung der Umwelt ein, erläutert die TEAG. Staub- und Schwefeldioxidemissionen von jährlich 428 Tonnen wurden auf nahezu Null reduziert, der jährliche Ausstoß von Kohlendioxid und Stickoxid sank auf 68 beziehungsweise 35 Prozent.

Neben dem HKW Bad Salzungen erzeugt die TEAG auch im Heizkraftwerk Jena Wärme und Strom und elektrische Energie in zwei Wasserkraftwerken in Spichra und Falken, im Gasturbinenkraftwerk Grabe und in der Gasmotorenanlage Merxleben sowie mit drei Windenergieanlagen in Neukirchen und Forstwolfersdorf. Mehr als 80 Prozent ihres Stromes bezieht die TEAG jedoch aus den ostdeutschen Braunkohlekraftwerken der VEAG.