TAZ: Stromsiegel sollen vereinheitlicht werden

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Seit geraumer Zeit werden umweltbewusste Energieversorger durch verschiedene Ökostrom-Zertifikate eher verwirrt, als dass die Siegel Klarheit verschaffen (einen Überblick über die verschiedenen Zertifikate bekommen Sie übrigens in unserem Lexikon). Die Zeit der Unüberschaubarkeit soll jetzt vorbei sein. Nach Berichten der Berliner Tageszeitung TAZ wollen sich das Freiburger Öko-Institut und der Verein Grüner Strom Label auf eine gemeinsame Grundposition einigen. Dabei ginge es vor allem darum, einen aussagekräftigen Gegenpol zum TÜV anzubieten. Dieser zertifiziere alles Mögliche als Ökostrom, begründen die Experten ihren Schritt.


Die TAZ berichtet weiter, dass das Öko-Institut sein Label künftig gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und dem WWF unter dem Dachverein EnergieVision vergeben will. Ebenso wie der Verein Grüner Strom Label, der von verschiedenen Umweltschutzorganisationen gegründet wurde, will er die neuen Kriterien im November veröffentlichen. Eine besondere Positionen nimmt darin wohl die Einspeisevergütung nach dem neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz ein. Die Frage nach der Nutzung hatte zuvor für Uneinigkeit unter den Zertifikatevergebern geführt. Jetzt soll einheitlich entschieden werden, dass die Einspeisevergütung nach EEG für Strom aus regenerativen Anlagen in Anspruch genommen werden muss.