Abschluss

Tarifeinigung für private Energiewirtschaft

Die Tarifpartner für die private Energiewirtschaft in Baden-Württemberg haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt. Darin ist unter anderem eine zweistufige Vergütungserhöhung um insgesamt 5,2 Prozent festgeschrieben. Der Tarifabschluss ist für zwei Jahre gültig.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Nach dem neuen Tarifvertrag erhalten die Arbeitnehmer ab dem 1. März 2006 eine Vergütungserhöhung von 3,4 Prozent. Zum 1. März 2007 erfolgt eine weitere Erhöhung um 1,8 Prozent. Bezogen auf die vereinbarte zweijährige Laufzeit des Tarifvertrags beträgt die Vergütungserhöhung damit insgesamt 5,2 Prozent. Zudem haben sich die Tarifpartner auf eine Einmalzahlung für die Arbeitnehmer im zweiten Jahr von 1.500 Euro verständigt. Auch die Auszubildenen-Vergütung wird angehoben.

"Nach konstruktiven aber auch sehr schwierigen und langwierigen Verhandlungen konnte ein Ergebnis erreicht werden, das für beide Seiten tragbar ist. Besonders erfreulich ist jedoch, dass neben Tariferhöhungen auch eine Verlängerung der befristeten Übernahme von Auszubildenden von 6 auf 12 Monate und eine anschließende unbefristete Übernahme von 20 Prozent der Auszubildenden vereinbart werden konnte. Dieser Punkt war den Arbeitgebern sehr wichtig, denn er ist ein positives Signal an junge Menschen und Berufsanfänger und auch wesentlich für die Zukunftssicherung der Unternehmen", fasst Dr. Bernhard Beck, Sprecher des Arbeitgeberverbandes der Elektrizitätswirtschaft Baden-Württemberg e.V. und Arbeitsdirektor der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, das Ergebnis zusammen.

Keine Einigung gab es allerdings über eine Verlängerung des EnBW-Tarifvertrages zur Verkürzung der Arbeitszeit.