Braunkohle

Tagebau in der Lausitz wird wohl erweitert

In der Lausitz sind die Weichen für eine Ausweitung der Braunkohle-Förderung gestellt. Begleitet von Protesten stimmte der Braunkohle-Ausschuss des Landes Brandenburg am Montag in Cottbus für die Erweiterung des Tagebaus Welzow-Süd an der Grenze zu Sachsen. Mit der Erweiterung müssten mehrere hundert Menschen umgesiedelt werden.

Braunkohletagebau© DianaH / Fotolia.com

Cottbus (dpa/red) - Die Empfehlung nach fast siebenjährigen Verhandlungen ist Grundlage für eine endgültige Entscheidung der rot-roten Landesregierung. Deren Zustimmung für eine Ausdehnung des Tagebaus im südlichen Brandenburg gilt als sehr wahrscheinlich. Noch vor der Sommerpause will das Landeskabinett in Potsdam darüber entscheiden.

Heftiger Widerstand von mehreren Seiten

Der Energiekonzern Vattenfall will das Abbaugebiet Welzow-Süd erweitern, um zusätzliche 200 Millionen Tonnen Braunkohle zu fördern. Die Pläne stoßen bei Umweltverbänden und Anwohnern auf heftigen Widerstand, mehreren hundert Menschen droht die Umsiedlung. Neben der Lausitz liegen auch im Rheinland große Braunkohle-Abbaugebiete. Im März hatte bereits Sachsen die Erweiterung des Tagebaus Nochten genehmigt. Nordrhein-Westfalens Landesregierung begrenzte dagegen die Ausdehnung des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler II zumindest teilweise.

Quelle: DPA