Kommunalwahlen

Tagebau-Gegner: Einzug in den Kreistag Spree-Neiße

Die aus Tagebau-Gegnern bestehende "Klinger Runde" ist bei den Kommunalwahlen am Sonntag erstmals in den Kreistag Spree-Neiße eingezogen. Nach Auszählung von 99 Prozent der Wahlbezirke erreichte die Wählergemeinschaft 4,8 Prozent der Stimmen und erhält damit zwei Sitze.

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Forst (ddp-lbg/sm) - "Das ist ein großer Erfolg für uns", sagte der Vorsitzende Egbert S. Piosik. "Wir werden den Wählerauftrag annehmen und uns nun direkt an der politischen Willensbildung beteiligen und die Verantwortung für unsere Heimat selbst in die Hand nehmen", fügte der Sprecher hinzu.

Die "Klinger Runde" wurde im Spree-Neiße-Kreis den Angaben zufolge mit rund 8200 Stimmen fünftstärkste Kraft, verfehlte aber die Fraktionsstärke um zwei Sitze.

Die Mitglieder der "Klinger Runde" stammen aus verschiedenen Bürgerinitiativen. Diese hatten sich im vergangenen Jahr nach der Veröffentlichung der sogenannten Clausthal-Studie, in der 17 neue Braunkohlelagerstätten auflistet worden waren, zusammengeschlossen.