In der Nordsee

SWM und HSE beteiligen sich an Offshore-Projekt

Die deutschen Energieversorger SWM (München) und HSE (Darmstadt) beteiligen sich mit jeweils knapp 25 Prozent an einer Projektgesellschaft, die bis 2013 einen großen Offshore-Windpark in der Nordsee bauen will. Das sei ein "Meilenstein auf den Weg zu einer unabhängigen Energieversorgung" hieß es.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

München/Darmstadt (red) - Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) und die Stadtwerke München (SWM) wollen sich gemeinsam im Offshore-Bereich engagieren. Geplant ist Bau und Betrieb eines Offshore-Windparks in der Nordsee mit einer Gesamtleistung von 400 Megawatt (MW).

Zur Realisierung des Nordseewindparks "Global Tech I" beteiligen sich SWM und HSE mit jeweils 24,9 Prozent an der Projektgesellschaft Wetfeet Offshore Windenergy GmbH. Im neuen Windpark auf See sollen sich dann ab 2013 80 Windenergieanlagen mit jeweils 5 MW Leistung drehen, den ersten Spatenstich soll es noch in diesem Jahr geben.

Der Windpark wird insgesamt rund 1,4 Milliarden Kilowattstunden (KWh) Strom pro Jahr produzieren und im Vergleich zu herkömmlichen Kohlekraftwerken über eine Million Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) vermeiden. Das Investitionsvolumen des Gesamtprojekts beläuft sich voraussichtlich auf rund 1,3 Milliarden Euro. "Bereits heute produzieren die SWM rund 350 Millionen Kilowattstunden regenerativen Strom pro Jahr und können so circa 140 000 Münchner Haushalte mit umweltfreundlicher Energie versorgen. Mit unserem Anteil an dem Nordseewindpark Global Tech I liegen wir dann bei rund 700 Millionen Kilowattstunden und circa 280 000 Haushalten", kommentierte Dr. Kurt Mühlhäuser, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung.

"Mit der uns zustehenden Leistung von 100 Megawatt aus dem Windpark sind wir in der Lage, den Strombedarf von 115.000 Haushalten zu erzeugen", sagte HSE-Vorstandsvorsitzender Albert Filbert. Darüber hinaus habe die HSE das Recht, sich an weiteren Windparks in den gesicherten Vorranggebieten zu beteiligen. "Diese Beteiligung ist für die HSE ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit in der Energieerzeugung und von Energieimporten. Es ist ein großer Schritt auf unserem Weg, den Anteil der regenerativen Energien auf etwa 20 Prozent auszubauen", führte Albert Filbert weiter aus.

Der neue Windpark "Global Tech I" liegt in der Nordsee etwa 93 Kilometer von der Küste entfernt. In unmittelbarer Nähe befinden sich noch weitere Windprojekte, die bereits genehmigt bzw. in Planung sind. Das Meer weist dort eine Wassertiefe von 39 bis 41 Metern auf.