Im Zeitplan

SWM: Dampfnetzumstellung schreitet weiter voran

Beim "Jahrhundertprojekt" der Stadtwerke München (SWM) hat jetzt mit der Umstellung der Kundenanlagen planmäßig die vierte Phase begonnen. Pro Woche sollen bis Mitte September 20 bis 30 Fernwärmestationen umgerüstet werden. Bis zum Projektabschluss sind noch 3.000 Stationen umzubauen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Wie die SWM mitteilen, muss zur Umrüstung der Heizzentralen die Wärmeversorgung der jeweiligen Gebäude für rund fünf Tage unterbrochen werden. Daher erfolgen die Arbeiten in den Sommermonaten, in denen aufgrund zu erwartenden Außentemperaturen nicht geheizt werden muss. Als Entschädigung für die unterbrochene Warmwasserversorgung erhalten die betroffenen Kunden in ihrer jeweiligen Umstellungswoche freien Eintritt in das Nordbad. Sensible Kunden wie Krankenhäuser, Arztpraxen oder Gewerbe werden über mobile Heizstationen provisorisch mit Wärme versorgt.

Das derzeitige Dampfnetz der Münchner Innenstadt wird von den Stadtwerken sukzessive in ein zeitgemäßes und effizienteres Heißwassernetz umgewandelt. Damit können die SWM den Fernwärmeanteil aus der Kraft-Wärme-Kopplung weiter steigern und gleichzeitig den Wärmeverlust im Netz und die Betriebskosten durch geringere Wartungs- und Instandhaltungskosten reduzieren. Der Energieversorger rechnet mit einem Einsparpotenzial von über 100.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Insgesamt investieren die SWM nach Unternehmensangaben über 100 Millionen Euro. Die Umstellung soll 2012 abgeschlossen sein.

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