SWM: Bundeskartellamt leitet Missbrauchsverfahren ein

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Wegen "prohibitiver Durchleitungskosten" bei der Belieferung von Tarifkunden hat das Bundeskartellamt gegen die Stadtwerke München GmbH (SWM) ein Missbrauchsverfahren eingeleitet. Beschwert hatten sich die LichtBlick GmbH, Hamburg, die EnBW Energie-Vertriebsgesellschaft mbh, Stuttgart, und die Yellostrom GmbH, Köln. Als die Wettbewerber wollen in München Haushaltskunden und Filialen der Drogeriemarktkette Schlecker beliefern wollten, sollten sie nach Anweisung der SWM Lastgangzähler bei jedem einzelnen Kunden installieren, wodurch prohibitive Durchleitungskosten entstünden. Die SWM dazu: "Derzeit sei die Durchleitung mittels Standard-Lastprofilen sowie die Abrechnung ungeklärt. Die SWM überbrücke die Zeit bis zum Abschluss der Verbändevereinbarung wie viele andere EVU, indem sie Fremdlieferanten den Strom zu allgemein gültigen Preisen beistelle." Den Vorwurf des Bundeskartellamts, der Konkurrenz das Netz für Stromdurchleitungen zu ungünstigeren Bedingungen zur Verfügung zu stellen, wiesen die SWM jedoch zurück.