swb und Stadtwerke Biefeld sprengen ostwestfälischen Verbund

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Der geplante Kauf von 49,9 Prozent der Anteile an den Stadtwerken Bielefeld GmbH durch die Bremer swb AG hat nicht nur Befürworter. Während die swb mit einem Gebot von etwa 900 Millionen DM gute Chancen hat, beim nach eigenen Angaben größten ostwestfälischen Regionalversorger einzusteigen, soll durch diese Verbindung jedoch der Plan zur Gründung eines ostwestfälischen Energieverbunds geplatzt sein.


Sollte das Stadtparlament der Transaktion zustimmen, will die swb AG, deren Mehrheitseigentümer die Essent Energie GmbH, Düsseldorf, ist, den Standortes Bielefeld erhalten und auch keine betriebsbedingten Kündigungen vornehmen. Allerdings würden sich die Stadtwerke damit isolieren, wie dies auch die Elektrizitätswerk Wesertal GmbH getan hat, als sie von der finnischen Fortum gekauft wurde. Damit käme ein ostwestfälischer Energieverbund aus Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg (EMR), der Paderborner Pesag AG und den Stadtwerken Bielefeld nicht zustande, weil der gemeinsame strategische Partner fehlt. Pesag-Anteilseigner E.ON will demnächst 25,1 Prozent der Anteile an der EMR erwerben.