Geschäftsbericht 2005

swb AG mit stabilem Ergebnis

Mit einer Umsatzsteigerung von knapp 14 Prozent auf 999,2 Millionen Euro hat der Bremer Energieversorger swb AG im vergangenen Jahr ein stabiles Ergebnis vor Zinsen und Steuern erzielt. Der Stromabsatz kletterte gleichzeitig um 21 Prozent auf weit über fünf Gigawattstunden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Bremen (red) - "Gut behauptet" hat sich der Bremer Energieversorger swb AG im vergangenen Geschäftsjahr eigenen Angaben zufolge. "Die Anstrengungen der vergangenen Jahre haben sich gelohnt", sagte swb-Vorstandsvorsitzender Gerhard Harder diese Woche in Bremen. Die Kräfte seien gebündelt, die internen Prozesse neu organisiert und die Kostenstruktur optimiert worden.

So konnte der swb-Konzern im Geschäftsjahr 2005 seinen Umsatz um 13,7 Prozent auf 999,2 Millionen Euro steigern, wobei die Mehrerlöse vor allem im Strom- und Erdgasgeschäft erzielt wurden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb mit 101,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr weitgehend konstant (2004: 98,4 Millionen Euro). Der ausgewiesene Gewinn nach Steuern verbesserte sich gegenüber 2004 von 34,7 auf 86,6 Millionen Euro. Der deutliche Ergebnissprung sei stark durch die Beteiligung an den Stadtwerken Bielefeld beeinflusst.

Der Stromabsatz stieg im vergangenen Jahr durch Industriekunden und Stromgroßhandel um 21 Prozent auf 5.607 Gigawattstunden. Damit wurden 512 Millionen Euro Umsatzerlöse erzielt (2004: 429 Millionen Euro). Das Erdgasgeschäft zeichnete sich durch einen weitgehend konstanten Absatz aus.

Gleichzeitig kündigte die swb ein effizienteres Beschwerde-Management und eine bessere telefonische Erreichbarkeit an, Konsequenzen, die aus einer großangelegten Kundenumfrage im vergangenen Jahr gezogen worden seien, wie es hieß. Zudem habe der Aufsichtsrat den Startschuss für das größte Investitionsprojekt in der Firmengeschichte gegeben: Er genehmigte die Planungsmittel für den Bau eines neuen Kraftwerksblockes am Standort Mittelsbüren. "Block 21" soll knapp 800 Megawatt Leistung bringen, wird etwa 800 Millionen Euro Investition erfordern und soll 2011 als Kohlekraftwerk in Betrieb gehen. Hinzu kommt bis 2008 ein Mittelkalorik-Kraftwerk am Kraftwerksstandort Hafen, das Investitionen in Höhe von 112 Millionen Euro erfordert.