Umstrukturierung

SW Mainz und HSE verteilen Beteiligungsverhältnisse neu

Die Stadtwerke Mainz AG (SWM) und die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) ordnen die Geschäftsanteile an ihren gemeinsamen Tochtergesellschaften Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW), Entega Vertrieb GmbH & Co. KG und Entega Service GmbH neu.

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Darmstadt/Mainz (red) - Ziel ist nach Unternehmensangaben eine "eindeutige Zuordnung der unternehmerischen Führung an die jeweilige Strategie der Mutterhäuser".

Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG betreibt zurzeit auf der Ingelheimer Aue in Mainz u. a. eines der modernsten GuD-Kraftwerke Europas mit einer Leistung von 400 Megawatt. Ebenfalls am Standort Ingelheimer Aue plant das Unternehmen den Bau eines modernen Kohleheizkraftwerks mit einer elektrischen Leistung von 800 Megawatt. Gesellschafter der KMW sind die HEAG Südhessische Energie AG, die Stadtwerke Mainz AG und die ESWE Versorgungs AG mit bislang jeweils 33,3 Prozent. Um den besonderen Interessen der Standort-Kommune Mainz gerecht zu werden, übernimmt die Stadtwerke Mainz AG vorbehaltlich der Zustimmung von ESWE - von der HSE 16,80 Prozent der Anteile. Damit wird die SWM mit 50,1 Prozent über die Mehrheit an dem Unternehmen KMW verfügen.

Die bisherigen Anteile der drei Gesellschafter an der produzierten Strommenge bleiben von der Neuordnung unberührt An dem voraussichtlich 2012 ans Netz gehenden Kohleheizkraftwerk wird die HSE eine Stromerzeugungskapazität entsprechend ihrer Ausbaustrategie übernehmen.

Auch bei den beiden Entega-Gesellschaften wird es Veränderungen geben. Beim Energieversorger Entega Vertrieb GmbH & Co. KG hielten bislang die HSE 78 Prozent und die SWM 22 Prozent. Die Stadtwerke Mainz AG wird ihren Anteil auf 25,1 Prozent erhöhen und die HSE ihren Anteil auf 74,9 Prozent reduzieren. Damit übernimmt die HSE die unternehmerische Führung der Vertriebsgesellschaft. Bislang war für eine Übergangszeit trotz unterschiedlichen Anteilsbesitzes Parität bei den Entscheidungen vereinbart.

Außerdem wird die HSE ihre Anteile an der ENTEGA Service GmbH von 67 auf 74,9 Prozent erhöhen und die SWM von 32,7 Prozent auf 25,1 Prozent der Anteile verringern. Damit liegt die unternehmerische Führung an dem Spezialisten für Kundendatenmanagement und Abrechnungsdienstleistungen beim Hauptanteilseigner HSE.

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