Kooperation

SW Flensburg und Essent: Emissionshandel gegen Treibhauseffekt

Die Stadtwerke Flensburg und der niederländische Energieversorger Essent unterstützen gemeinsam ein Klimaschutzprojekt in Brasilien. Sie beteiligen sich über den Kauf von Kohlendioxid-Emissionszertifikaten einer brasilianischen Reisproduktion an der Finanzierung eines neuen Heizkraftwerks.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Flensburg/Düsseldorf (red) – In dem geplanten Heizkraftwerk werden den Angaben zufolge künftig Reisabfälle zur Energieerzeugung eingesetzt statt sie zu deponieren. Auf der Deponie entstand bisher das klimaschädliche Methan, das den Treibhauseffekt 21 mal stärker fördere als Kohlendioxid (CO2).

Die beiden Energieversorger haben über einen Zeitraum von fünf Jahren CO2-Emissionsrechte gekauft, die sie für ihren Kraftwerkspark nutzen. Hintergrund des weltweiten Handels mit Emissionsrechten ist das Bemühen, Investitionen in den Klimaschutz so effektiv wie möglich einzusetzen. In den Industrieländern mit ihren modernen Kraftwerksparks ist die Reduzierung von CO2-Emissionen oft nur mit großem Aufwand möglich. Die gleiche Investition in einem Schwellenland bewirkt hingegen eine vielfach höhere Einsparung. Das ist bei dem brasilianischen Reisproduzenten der Fall, so die Kooperationspartner.

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