Bilanz

Sunways AG übertrifft Planzahlen 2001 leicht

Die Sunways AG, Entwickler und Produzent von Solarzellen auf Siliziumbasis, blickt zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr zurück: Das Unternehmen verzeichnet eine Umsatzsteigerung um über 300 Prozent auf 21,3 Millionen Euro - der Break-Even ist greifbar.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Die Konstanzer Sunways AG hat ihre im November vergangenen Jahres veröffentlichten Planzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2001 leicht übertroffen. Das Unternehmen hat seine Kundenbasis deutlich ausweiten können und die Jahresproduktion 2002 bereits komplett vermarktet, wie das Unternehmen heute mitteilte.

Der Umsatz (nach IAS) der Sunways AG für das abgelaufene Geschäftsjahr 2001 betrug nach Angaben von Finanzvorstand Bernd Fessler 21,3 Millionen Euro und liegt damit um 15 Prozent über Plan. Gegenüber dem Vorjahr (5,1 Millionen Euro) bedeutet dies eine Steigerung um über 300 Prozent. Auch das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag mit -3,3 Millionen Euro (Vorjahr: -3,0 Millionen Euro) leicht über den Erwartungen. Der Konzernverlust für das Jahr 2001 fiel mit -2,1 Millionen Euro (Vorjahr: -3,2 Millionen Euro) ebenfalls etwas besser aus, als in den vom Unternehmen zuletzt gesetzten Planzielen. Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2001 nach IAS beträgt 27,9 Millionen Euro (Vorjahr: 12,0 Millionen Euro).

Die Planübertreffung ist vor allem auf wesentlich höhere Absätze des Tochterunternehmens MHH Solartechnik GmbH, Tübingen, und die verstärkten Vertriebsanstrengungen der Sunways AG zurückzuführen. Das Unternehmen hat mit mehreren Neukunden Rahmenverträge über die Lieferung von Solarzellen vereinbart und hat damit die gesamte Jahresproduktion 2002 vermarktet. Die mit nationalen und internationalen Modulherstellern vereinbarten Verträge reichen teilweise bis ins Jahr 2004.

Sunways hat in diesem Jahr die Zahl der Rahmenverträge deutlich gesteigert und damit das Ziel erreicht, die Kundenbasis wesentlich zu verbreitern. Gab es im Sommer vergangenen Jahres nur drei Rahmenvertragskunden, so ist ihre Zahl nun auf neun angestiegen.

Im Bereich Forschung und Entwicklung berichtet Burkhardt, dass Sunways im EU-Forschungsprojekt "RGSells" an der Entwicklung neuer Herstellungsmethoden für Wafer, dem Ausgangsmaterial für Solarzellen, arbeitet.

Erstmals bietet die Sunways-Tochter MHH, Tübingen, die Solarsysteme verkauft und im Projektgeschäft tätig ist, Module mit Sunways-Solarzellen an. "Die Nachfrage nach den MHH-Modulen ist erfreulich hoch", berichtete Burkhardt. "Dies und unsere Vertriebserfolge bestärken uns darin, an unserem Ziel festzuhalten, in diesem Jahr den Break-Even zu erreichen".