Plus 4,6 Prozent netto

Süwag: Strompreise steigen zum Jahreswechsel

Nach zwei Jahren erhöht die Süwag Energie AG zum 1. Januar erstmals wieder ihre Strompreise. Als Grund nennt das Unternehmen gestiegene Beschaffungskosten. Allerdings fällt die Erhöhung mit 0,75 Cent pro Kilowattstunde netto wegen der gekürzten Netzentgelte geringer aus als zunächst erwartet.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Frankfurt (red) - Wie die Süwag mitteilt, hat die Bundesnetzagentur inzwischen die Netzentgelte für Strom des Verteilnetzbetreibers Süwag Netz GmbH genehmigt. Im Bescheid werden 14,3 Prozent der beantragten Netzkosten nicht anerkannt. Das führt bei den Netznutzungsentgelten zu einem Umsatzrückgang im hohen zweistelligen Millionenbereich, so das Unternehmen. "Der Bescheid stellt einen erheblichen Eingriff in unser Netzgeschäft dar", kommentierte der Vorstandsvorsitzende der Süwag Energie AG Klaus-Peter Balthasar.

"Die neuen Netzentgelte werden selbstverständlich an unsere Kunden weitergegeben", sagte Prof. Dr. Joachim Hofmann, Vorstand Vertrieb/Technik des Energieversorgers. "Sie führen aber nicht automatisch zu Strompreissenkungen, da die Netzentgeltsenkung durch deutlich erhöhte Strombeschaffungskosten und staatlich veranlasste Preisbestandteile – wie beispielsweise die Erhöhung der Umsatzsteuer auf 19 Prozent – mehr als kompensiert werden", so der Vertriebsvorstand weiter.

Aufgrund des inzwischen vorliegenden genehmigten Strompreisantrags des Hessischen Wirtschaftsministeriums wird der Preis pro Kilowattstunde (kWh) nach Unternehmensangaben ab dem 1. Januar 2007 im "Allgemeinen Tarif" (Grund- und Ersatzversorgung) um 0,75 Cent pro Kilowattstunde netto, bzw. um 4,6 Prozent steigen. Das Hessische Wirtschaftsministerium ist bei der Preisgenehmigung auch für die von der Süwag Energie AG versorgten Regionen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern federführend. Deshalb gelten die neuen Preise auch für die Privat- und Gewerbekunden in diesen Bundesländern.

Ebenfalls zum 1. Januar 2007 steigt die Umsatzsteuer von 16 auf 19 Prozent mit entsprechenden Auswirkungen auf die Bruttopreise. Insgesamt steigt damit der Arbeitspreis von 16,81 Cent pro Kilowattstunde auf 18,14 Cent pro Kilowattstunde, der Grundpreis von 62,64 Euro pro Jahr auf 64,26 Euro pro Jahr.

Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3500 kWh im Jahr erhöht sich die monatliche Stromrechnung damit um rund vier Euro. Hiervon entfällt mit rund 1,80 Euro fast die Hälfte auf die Umsatzsteuererhöhung.

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