Strompreiserhöhung

Süwag klagt gegen hessischen Wirtschaftsminister

Die Frankfurter Süwag hat gegen den hessischen Wirtschaftsminister eine "Untätigkeitsklage" eingereicht und will so die beantragten und von Alois Rhiel bisher nicht genehmigten Strompreiserhöhungen durchsetzen. Ob das gelingt, bleibt fraglich. Eine ähnliche Aktion der Friedberger ovag misslang im Februar.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Frankfurt/Wiesbaden (ddp-hes/sm) - Der Frankfurter Stromversorger Süwag will die Erhöhung seiner Strompreise nun auf gerichtlichem Wege durchsetzen. Beim Verwaltungsgericht in Frankfurt am Main sei eine entsprechende "Untätigkeitsklage" gegen den hessischen Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) eingereicht worden, teilte das Unternehmen mit.

Der Stromversorger wirft Rhiel vor, eine Entscheidung über die beantragte Preiserhöhung seit nunmehr sieben Monaten zu verschleppen. Rhiel indes bleibt locker: "Wir sehen der Klage gelassen entgegen", erklärte der kritisierte Minister in Wiesbaden. Bereits im Februar habe das Verwaltungsgericht Gießen die ähnlich gelagerte Klage der Ovag in Friedberg abgewiesen.

Das Ministerium plant, den Antrag der Süwag auf Preiserhöhung abzulehnen. Eine endgültige Entscheidung werde aber erste getroffen, wenn die Regulierungsbehörde über die beantragen Netzentgelte entschieden habe.