Positives Ergebnis

Süwag Energie mit Umsatzergebnissen sehr zufrieden

Ein positives Resümee zogen die Vorstände der Süwag Energie für das abgelaufene Geschäftsjahr ihres Unternehmens auf der diesjährigen Hauptversammlung. So stieg der Umsatz des Energieversorgers erstmals über eine Milliarde Euro, die Aktionäre können mit einer Dividende von einem Euro pro Aktie rechnen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Frankfurt (red) - Mit Umsatzerlösen von 1,047 Milliarden Euro inklusive Stromsteuer konnte die Süwag Energie im Geschäftjahr 2004 erstmals die Milliardengrenze überschreiten. Insgesamt verkaufte der Energieversorger im vergangenen Jahr etwa 8,2 Milliarden Kilowattstunden Strom an rund 950 000 Privat- und Gewerbekunden, 4 000 Geschäftskunden und zwölf weiterverteilende Energieversorger. Zudem konnten zahlreiche Großkunden außerhalb des eigenen Netzgebietes neu gewonnen werden. Im Bereich Erdgasabsatz wurde der Absatz um rund 80 Millionen Kilowattstunden auf über drei Milliarden Kilowattstunden gesteigert.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von über 112 Millionen Euro, so der kaufmännische Vorstand Dr. Klaus Kaiser, liegt um rund 22 Millionen über dem des Vorjahres. Nach Abzug aller Steuern liegt der Jahresüberschuss so bei 48 Millionen Euro, die nach dem Beschluss der Hauptversammlung als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Dividende liegt damit bei genau einem Euro je Stückaktie.

Trotz der weiter steigenden staatlichen Einflussnahmen und der staatlich bedingten Strompreisbelastungen konnte dieses positive Ergebnis realisiert werden, so der Vorstandsvorsitzende. Seit 1998 sei der Anteil am Strompreis, der von den Energieversorgern zu verantworten sei, um rund 15 Prozent gefallen, die staatlich bedingten Belastungen jedoch um rund 60 Prozent gestiegen, so dass aus diesem Grund insbesondere die Privat- und Gewerbekunden heute in etwa wieder den gleichen Preis zu zahlen hätten wie vor sechs Jahren.

Als noch nicht endgültig absehbar bezeichnete Balthasar die sich aus dem neuen, noch nicht in Kraft getretenen Energiewirtschaftsgesetz und der Einrichtung einer Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur) ergebenden Konsequenzen für die Netznutzungsentgelte. Er erkläre sich ausdrücklich einverstanden mit der Einrichtung einer Regulierungsbehörde, wehre sich jedoch gegen eine Doppelregulierung durch einen Bundesregulierer und 16 Länderregulierer.

Eine weitere Konsequenz des neuen Energiewirtschaftsgesetzes beziehungsweise der europäischen Unbundling-Richtlinie, nämlich die gesellschaftsrechtliche Trennung von Netz und Vertrieb, wurde bereits umgesetzt. So haben die ausgegliederten Gesellschaften "Süwag Netz GmbH", die "Süwag Netzservice GmbH" und die "Süwag Kundenservice GmbH" ihre operative Tätigkeit zum Anfang des Monats aufgenommen. Zusammen mit einer im vergangenen Geschäftsjahr vorgenommenen stärkeren Dezentralisierung des Geschäftskundenvertriebs sei das Unternehmen damit gut für die Zukunft aufgestellt.