Strom sparen

Südkorea verbietet "unnütze" Beleuchtung

Angesichts der derzeit hohen Erdölpreise auf dem Weltmarkt fordert Südkorea seine Bürger zur Sparsamkeit auf: Sämtliche nicht unbedingt notwendige Beleuchtung in der Öffentlichkeit sei von nun an verboten, erklärte das Wirtschaftsministerium am Montag in Seoul.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Seoul (afp/red) - So sollen künftig die Lichter etwa an Brücken und Handelsgebäuden nach Mitternacht ausgeschaltet werden, auch große Schilder und Werbeanzeigen sollen nachts ohne Licht auskommen. Bars und andere Ausgehorte dürfen ihre Schilder immerhin bis nachts zwei Uhr anlassen.

Strom sparen zumindest am Tag: Sämtliche Tankstellen sind aber aufgefordert, tagsüber auf die Beleuchtung ganz zu verzichten; Angestellte des öffentlichen Dienstes sollen ihr Auto mindestens ein Mal die Woche stehen lassen.

Die Regierung in Seoul plant nun eine Übergangsphase von einer Woche, danach sind bei Verstößen Strafen von umgerechnet bis zu knapp 2000 Euro fällig. Erdöl ist derzeit auf dem Weltmarkt vor allem wegen der Unruhen in der arabischen Welt teuer. Libyen ist der viertgrößte Erdölproduzent des Kontinents.