Überlastung

Südkorea fürchtet beispiellose Energieknappheit

Nach der Abschaltung zweier Atomreaktoren befürchtet die Regierung in Südkorea im bevorstehenden Winter "beispiellose" Engpässe in der Energieversorgung. Dies sei "unausweichlich", sagte der Wirtschaftsminister. Auch ohne die Abschaltung der beiden Meiler ist das südkoreanische Netz zu Spitzenzeiten chronisch überlastet.

Kernkraftwerk© Roland Marti / Fotolia.com

Seoul (AFP/red) - Wirtschaftsminister Hong Suk-Woo erklärte am Montag in Seoul, die Reaktoren der Anlage im südwestlichen Yeonggwang seien wegen fehlender Zertifikate heruntergefahren worden. Sie könnten bis Anfang kommenden Jahres abgeschaltet bleiben. Strikte Sicherheitskontrollen für die beiden Reaktoren seien erforderlich. "Es ist unausweichlich, dass wir im Winter eine beispiellose Stromknappheit erleben werden", erklärte der Minister.

Atomkraft deckt ein Drittel des Bedarfs

Das Energieversorgungsnetz Südkoreas ist zu Spitzenzeiten chronisch überlastet. Seit Anfang des Jahres wurden mehrere Zwischenfälle aus den landesweit 23 Atomreaktoren gemeldet. Atomstrom deckt gut ein Drittel des Energiebedarfs in Südkorea. Das Land plant den Bau von 16 weiteren Reaktoren bis 2030.

Quelle: AFP