Urteil

Südhessischer Gasmarkt: Entega unterliegt GGEW

Das Landgericht Darmstadt hat dem Antrag auf eine einstweiligen Verfügung der Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße AG (GGEW) gegen die HSE-Tochter Entega stattgegeben. Dieser wurden damit mehrere Formulierungen in öffentlichen Kampagnen zum Wettbewerb im südhessischen Gasmarkt untersagt.

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Darmstadt (red) - Nach einem Bericht des "Bergsträßer Anzeigers" war eine Einigung zwischen den Kontrahenten während der Verhandlung nicht zustande gekommen. Die Vorsitzende gab daher der GGEW-Klage auf Erlass einer einstweiligen Verfügung statt. Damit darf Entega ab sofort nicht mehr den Eindruck erwecken, dass an der Bergstraße im Winter möglicherweise Versorgungsengpässe für Gasverbraucher drohen und diese dann im Kalten sitzen müssen. Außerdem wurde ihr untersagt, einen Zusammenhang herzustellen zwischen angeblichen Lieferengpässen bei der GGEW und der Möglichkeit, zu anderen Gasversorgern zu wechseln. Auch der Begriff "zocken" wurde beanstandet.

Die Anwaltin der GGEW kündigte im Anschluss eine weitere Hauptsachenklage gegen die Entega an. Darin geht es um Umsatzerlöse, die von der Entega und der GGEW je Netzkilometer erzielt werden. Die HSE gibt an, dass die Leitungserlöse im GGEW-Gebiet höher seien als in Darmstadt mit seinem Umland. Daher könne die neue HSE-Vertriebstochter e-ben Gas an der Bergstraße um 15 bis 20 Prozent günstiger anbieten als die andere HSE-Vertriebsgesellschaft Entega in Darmstadt.

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