Deutschland

Süden fordert Ausgleich bei Windkraftförderung

Auch die Windkraftförderung soll bald über wettbewerbliche Ausschreibungen stattfinden. Sechs südliche Bundesländer sehen dabei eine Benachteiligung aufgrund ihres Standorts. Sie fordern unterschiedliche Fördersysteme für den Norden und den Süden Deutschlands.

Windrad© Martin Lehotkay / Fotolia.com

Wiesbaden (dpa/red) - Sechs südliche Bundesländer fordern einen Ausgleich für ihren Standortnachteil beim künftigen Ausbau der Windkraft. Sie machten am Donnerstag einen Vorschlag, der auf eine Zweiteilung Deutschlands bei der Windkraftförderung hinausläuft - in einen küstennahen Norden mit viel Wind und einen mittleren und südlichen Teil mit geringeren Windstärken. Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen und Baden-Württemberg schlossen sich dem Vorstoß an, wie das hessische Wirtschaftsministerium in Wiesbaden mitteilte.

Unterschiedliche Windkraft-Förderung nach Bundesland

Ab 2017 soll es einen freien Wettbewerb um die Förderung von Windkraftanlagen geben. Dabei befürchten die küstenfernen Länder ins Hintertreffen zu geraten. Dem regionalen Stromverbrauch müsse auch eine regionale Stromerzeugung gegenüberstehen, erklärten sie. Ihr Vorschlag ist, dass der Norden und der Süden je 40 Prozent der Fördermittel nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert bekommen. Die restlichen 20 Prozent sollten im freien Wettbewerb vergeben werden.

Quelle: DPA