Strom-News
Negative StrompreiseDas Tief Daisy hat uns am vergangenen Wochenende nicht nur ein Schneechaos beschert, sondern auch für eine rege Ökostrom-Produktion gesorgt. Denn durch den starken Wind konnten Deutschlands Windräder besonders viel Strom produzieren - so viel, dass die Stromkonzerne Geld zahlen, um den Windstrom loszuwerden.
Linden (red) - Während Verbraucher immer mehr für ihre Stromrechnung bezahlen müssen, bekommt man an der Leipziger Energiebörse EEX teilweise sogar Geld geschenkt, wenn man Strom abnimmt. Was eigentlich paradox klingt, passiert tatsächlich immer häufiger: Man spricht dabei vom "negativen Strompreis".
Vergangenes Wochenende bescherte uns das Sturmtief Daisy viel Wind, womit die Stromproduktion aus Windkraft enorm anstieg - sowohl auf dem Land als auch in Offshore-Windparks auf dem Meer. Es gab also plötzlich mehr Strom, als verbraucht wurde, so dass am Sonntag um 6 Uhr morgens die Megawattstunde Strom für minus 9,90 Euro gehandelt, wie die Onlinezeitung Der Westen berichtet. Das heißt, Käufer bekamen zu jeder Megawattstunde Strom knapp 10 Euro dazu. Denn für die großen Energiekonzerne ist es günstiger, die Windenergie zu verscherbeln, als ihre unflexiblen Kohle- oder Atomkraftwerke kurzfristig zu drosseln.
Netzbetreiber sind verpflichtet, jede Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig gegenüber anderen Energieformen abzunehmen. Doch es kann nur so viel Strom durch das Netz fließen, wie an anderer Stelle verbraucht wird. Wenn in einer verbrauchsarmen Zeit besonders viel Strom - z.B. durch Windenergie - erzeugt wird, müssen die Energiekonzerne also ein paar Euro draufzahlen, um diesen loszuwerden.
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E.ON, RWE und Siemens Offshore-Windparks vor der Küste Großbritanniens bauen. Die Anlagen sollen bis 2020 ein Viertel des britischen Strombedarfs decken. Das größte Projekt soll eine Leistung von 9 Gigawatt haben, an diesem Windpark ist auch die RWE-Tochter Innogy beteiligt.
Nördlich der Hochseeinsel Helgoland soll in den kommenden Jahren ein Windpark mit einer Gesamtleistung von 295 Megawatt entstehen. Der Energiekonzern RWE Innogy will im Windpark Nordsee-Ost bis 2013 insgesamt 48 Windräder errichten, wie Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) am Freitag in Kiel sagte.
In Mecklenburg-Vorpommern kann in diesem Jahr etwa 60 Prozent des landesweiten Strombedarfs aus regenerativen Energiequellen gewonnen werden. Das Gros davon entfällt auf die Nutzung der Windenergie - was auch den Gemeinden zugute kommt, die deutlich mehr Gewerbesteuer einnehmen als früher.
Mit den beiden neuen Windparks sollen jährlich um die 23 Millionen Kilowattstunden Strom produziert werden können. Die Investitionskosten gehen jeweils in die zweistellige Millionenhöhe. Mit den neuen Anlagen könnten etwa 7000 Haushalte mit Windenergie versorgt werden.
Das geplante Ökostromnetz in der Nordsee zwingt die Netzbetreiber zu hohen Investitionen in ihre Netze. Nun befürchten Verbraucherschützer, dass aufgrund der steigenden Kosten bei den Versorgern die Strompreise steigen könnten.Strompreise vergleichen
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