Strom-News
FrankreichDurch den Sturm "Joachim" ist am Freitag in hunderttausenden Haushalten in Frankreich der Strom ausgefallen. Fast 400.000 Wohnungen seien betroffen gewesen, sagte Innenminister Claude Guéant im Radiosender France Info. Dutzende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Paris (AFP/red) - Nicht nur Stromausfälle waren zu beklagen - zwei Kilometer vor der Küste der Bretagne erlitt ein Frachter Schiffbruch, vor der als Urlaubsziel beliebten Halbinsel Quiberon lief Öl aus.
Ein Ölteppich von einem mal fünf Kilometern Größe bewegte sich auf das Festland zu, die Behörden setzten den Rettungsplan "Polmar" in Kraft. Die unter maltesischer Flagge fahrende "TK Bremen" hatte 180 Tonnen Heizöl und 40 Tonnen Diesel geladen.
In der Bretagne war der Zugverkehr teilweise unterbrochen, umgestürzte Bäume blockierten die Straßen. Für das Atomkraftwerk Blayais in der südwestlichen Gironde setzten die Behörden vorbeugend einen Notfallplan um. Die Atomsicherheitsbehörde ASN versicherte am Morgen, die vier Reaktoren arbeiteten weiter normal. In der Nacht war "Joachim" mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern über den Westen Frankreichs hinweggefegt.
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In Berlin war am Donnerstag das komplette S-Bahn-System von einem Stromausfall betroffen. Dieser ereignete sich im Elektronischen Stellwerk in Halensee. Tausende Fahrgäste wurden in den Wagen eingeschlossen, mussten teilweise aus Tunneln herausgeholt werden. Weichen wurden per Hand umgestellt.
Schwere Unwetter haben im Südwesten der USA für massive Stromausfälle und Verkehrschaos gesorgt. Im Süden des Bundesstaates Kalifornien waren mehr als 300.000 Menschen wegen starker Winde von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Prognose für die nächsten Tage gibt wenig Anlass zu Hoffnung.
Bei den europäischen AKW-Stresstests sind anlässlich einer ersten Zwischenbilanz Schwächen zumindest an einzelnen Meilern zutage getreten. Insgesamt verliefen die Tests "plangemäß, und die vereinbarten Fristen wurden eingehalten", teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit.
Unternehmen in Europa und den USA drohen einer Studie zufolge Millionenverluste durch Stromausfälle. Vor allem aufgrund veralteter Versorgungsnetze müssten sich die Betriebe vermehrt auf Stromausfälle einstellen, teilte der Versicherer Allianz am Mittwoch in München mit. Das dürfte insbesondere für die USA gelten.
Strom- und Gaskunden in Deutschland müssen aktuell keine längeren Versorgungsausfälle befürchten. Die Zuverlässigkeit der Netze sei weiterhin hoch, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, am Donnerstag in Bonn. Die durchschnittlichen Ausfallwerte sind so niedrig wie im Vorjahr.Strompreise vergleichen
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