Personalien

Stühlerücken bei RWE: Scholle und Westen gehen, Niehage kommt

Anfang der Woche haben die RWE Gas-Vorstände Dr. Manfred Scholle und Dr. Ingo Westen "in freundschaftlichem Einvernehmen" ihre Positionen zur Verfügung gestellt. Der Posten des RWE Energy-Vorstands soll am 24. Februar mit einem ehemaligen Siemens-Manager besetzt werden.

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Essen (red) - Obwohl der Konzernumbau offiziell abgeschlossen ist, scheint RWE-Chef Harry Roels mit seiner Führungsmannschaft noch immer nicht restlos zufrieden zu sein. Insbesondere der Ärger mit den kommunalen Aktionären bei RWE Gas scheint jetzt Köpfe zu kosten.

In einer Aufsichtsratssitzung von RWE Gas am Anfang der Woche haben Dr. Manfred Scholle (Vorstandsvorsitzender RWE Gas AG) und Dr. Ingo Westen (Vorstand Gasbeschaffung, -vertrieb und -netzbetrieb) ihre Ämter ab April zur Verfügung gestellt. Beide Seiten sprachen von "freundschaftlichem Einvernehmen".

Von weiteren Personalentscheidungen berichtet auch das Handelsblatt. So soll der Siemens-Manager Udo Niehage auf der Aufsichtsratssitzung am 24. Februar zum Chef der Vertriebstochter RWE Energy bestellt werden. Um den Posten interessanter zu machen, hat Roels ihn mit einem Sitz im Vorstand der RWE-Holding aufgewertet. Am 24. Februar will das Gremium dann auch darüber entscheiden, ob RWE-Power-Chef Berthold Bonekamp ebenfalls einen Sitz im Holding-Vorstand bekommt.