CO2-Emissionsrechte

Studie zeigt Unwirtschaftlichkeit von Steinkohlekraftwerken auf

Wenn die Emissionsrechte ab 2013 vollständig versteigert werden, sind Steinkohlekraftwerke endgültig unwirtschaftlich, so eine Studie. Eine Klimaschutz-Strategie mit den Schwerpunken Energieeffizienz und erneuerbare Energien sei dagegen technisch machbar und wirtschaftlich tragfähig.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Einer aktuelle Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) und des arrhenius Instituts für Energie- und Klimapolitik zufolge sind Steinkohlekraftwerke wie das geplante Kraftwerk in Hamburg-Moorburg nicht wirtschaftlich, wenn die CO2-Emissionsrechte ab 2013 vollständig versteigert werden.

Doch auch vor Einführung des Emissionshandels waren Steinkohlekraftwerke wirtschaftlich nicht tragfähig, meint Helmuth Groscurth, Geschäftsführer des arrhenius Instituts. "Sie sind nur dann wirtschaftlich, wenn die Kosten für Emissionsrechte auf den Strompreis aufgeschlagen, diese aber gleichzeitig vom Staat kostenlos zugeteilt werden", so Groscurth.

Die Studie komme zu dem Schluss, dass eine stringente Klimaschutz-Strategie, die in erster Linie auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien setzt, technisch machbar und wirtschaftlich tragfähig ist. "Die Potenziale für erneuerbare Energien, Stromsparmaßnahmen und Kraft-Wärme-Kopplung mit hocheffizienten Gaskraftwerken reichen aus, um den gesamten Strombedarf der Großstadt abzudecken", sagt Dr. Martin Pehnt vom IFEU. Damit könnten die CO2-Emissionen mittelfristig um 80 Prozent gesenkt werden.

Die Ergebnisse der Studie zeigen aber auch, "dass die Großhandelspreise für Strom heute zu niedrig sind, um den Bau neuer Kraftwerke zu ermöglichen", so Groscurth weiter.