Zu hohe Emissionen

Studie warnt vor Imageverlust durch Steinkohlekraftwerk

Das geplante Steinkohlekraftwerk Lubmin wird laut einer wissenschaftlichen Studie den Tourismus in Vorpommern nachhaltig schädigen. Das Kraftwerk bedeute einen erheblichen Imageverlust für die Region, daher sollte das Land die Bedenken ernst nehmen, fordert der Tourismusverband des Landes.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Lubmin (ddp-nrd/sm) - Nach dem von Experten aus Rostock und Lüneburg erstellten Gutachten, das die "Ostsee-Zeitung" veröffentlichte, werden die Emissionen im Umkreis von 40 Kilometern rund um das Kraftwerk so hoch sein, dass die Orte den Titel "Seebad" nicht mehr führen dürften.

Betroffen seien neben Lubmin auch Binz, Sellin, Baabe, Göhren und Thiessow auf der Insel Rügen sowie Karlshagen, Trassenheide, Koserow, Ückeritz, Loddin, Zempin, Heringsdorf und Ahlbeck auf der Insel Usedom. Der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Bernd Fischer, sagte, das Kraftwerk bedeute für die ganze Region einen erheblichen Imageverlust. Immobilienpreise könnten stark fallen. Das Land sollte daher die Bedenken ernst nehmen.