Umweltfreundlich und wirtschaftlich

Studie: Stromtrasse durch Thüringer Wald besser unterirdisch

Die umstrittene geplante Starkstromtrasse durch den Thüringer Wald sollte einer Studie zufolge unterirdisch verlegt werden. Dies wäre umweltfreundlicher und auch wirtschaftlicher als eine Freileitung, lautet das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der Fachhochschule Erfurt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/red) - Von den 220 Kilometern Trasse in Thüringen könnten 103,5 Kilometer unterirdisch geführt werden. Dafür sei nur ein 50 Meter breiter gerodeter Streifen im Wald notwendig, der ansonsten dreimal so breit ausfallen müsste. Dies würde die CO2-Bilanz erheblich verbessern, hieß es.

Der erwartete Gewinn des Stromunternehmens wäre laut Studie bei unterirdischer Verlegung der 380-KV-Leitung ungeachtet der unterschiedlichen Baukosten auf Dauer deutlich günstiger. Denn die Unterhaltungskosten wären niedriger, da deutlich weniger Waldbewuchs niedrig gehalten werden müsste.

Der Energiekonzern Vattenfall will die Stromleitung von Halle nach Schweinfurt errichten, um Energie aus Windkraftanlagen aufzunehmen und weiterzutransportieren. Weil die Trasse mehrere Naturschutzgebiete durchschneidet, ist sie stark umstritten. Mit der Interessengemeinschaft «Achtung Hochspannung» wenden sich mehrere Bürgerinitiativen seit etwa zweieinhalb Jahren gegen das Vorhaben.