Anstieg

Studie: Strom seit Jahreswechsel fünf Prozent teurer

Die deutschen Verbraucher müssen einer Untersuchung zufolge seit dem Jahreswechsel durchschnittlich rund fünf Prozent mehr für ihren Strom bezahlen. Im bundesweiten Vergleich gibt es der Studie zufolge deutliche Preisunterschiede bei den Stromanbietern.

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Frankfurt/Main (ddp/sm). Wie die"Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf eine von ihr in Auftrag gegebene Studie berichtet, bezahlen Haushalte mit einem Jahresverbrauch von rund 4000 Kilowattstunden nun 806 Euro jährlich. Das seien sechs Prozent mehr als zu Beginn 2006 und zehn Prozent mehr als Anfang 2005.

Der Preisanstieg zum Jahreswechsel sei bundesweit allerdings sehr unterschiedlich ausgefallen. Während die Stadtwerke Dresden und Leipzig den Angaben zufolge mit Aufschlägen von 15 und 13 Prozent kräftig an der Preisschraube drehten, konnten sich die Verbraucher bei den Stadtwerken Bad Tölz und Schweinfurt über Preissenkungen freuen.

Den teuersten Strom verkaufen der Studie zufolge die Stadtwerke Stockach in Baden-Württemberg, indem sie für 4000 Kilowattstunden 982 Euro verlangen und damit 54 Prozent mehr als der günstigste Anbieter. Das seien die Energiewerke Isernhagen in Niedersachsen. Deren Kunden zahlten lediglich 638 Euro im Jahr für die gleiche Menge.

Verbraucherschützer kritisieren die Situation auf dem Strommarkt. "Die Anstiege sind völlig unverständlich und zeigen, dass hier hart durchgegriffen werden muss", sagte der Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel. Er verwies auf die Vorschläge der EU-Kommission zur Entflechtung der Stromkonzerne. "Es gibt offenbar noch sehr viel Luft bei den Preisen", sagte er.

Verbrauchern rät Krawinkel, im Internet die Preise zu vergleichen und gegebenenfalls zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Ein solcher Wechsel sei mittlerweile einfach und unproblematisch. Meistens reiche eine Mitteilung an den neuen Stromlieferanten aus, der dann alle weiteren Formalitäten übernehme.