Teil des Genehmigungsverfahrens

Studie: Steinkohlekraftwerk belastet Bodden geringer als erwartet

Das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin wird den Greifswalder Bodden offenbar weitaus weniger belasten als bislang angenommen. Einer Studie zufolge ergeben sich keine Hinweise, dass es durch das Kraftwerk zu Veränderungen von Umwelt, Wasser oder Badewasserqualität des Boddens kommen werde.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd). Das berichtete am Dienstag der Sender NDR 1 Radio MV unter Berufung auf eine Studie des TÜV Nord Umweltschutz. Das Gutachten ist laut NDR Teil des Genehmigungsverfahrens.

Nach TÜV-Angaben gibt es jedoch eine Wärmebelastung des Boddens durch das geplante Kraftwerk. Davon sei aber nur ein etwa zwei Kilometer breiter Streifen vor der südöstlichen Küste betroffen. Laut NDR kommt die Studie zu dem Schluss, dass das Risiko von Blaualgen im Sommer und Frühherbst sogar zurückgeht. Schon jetzt sorge ein intensiver Wasseraustausch zwischen Bodden und Ostsee für eine Regeneration des Ökosystems. In den vergangenen Jahren seien auch weitaus weniger Nährstoffe wie Düngemittelreste eingeleitet worden.

Umweltschützer befürchten dagegen eine Aufwärmung des Boddens durch das Steinkohlekraftwerk und warnen vor einer wiederkehrenden Algenblüte.