Ausbaufähig

Studie: Offshore-Windenergie mit hohem Potential

Die Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB) hat eine Studie zum Potential von Offshore-Windenergie vorgestellt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass von den erneuerbaren Energien nur die Offshore-Windenergie in der Lage ist, bis 2020 einen wesentlichen Beitrag zu leisten.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Bremerhaven (red) - Die im Auftrag der WAB durch die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) verfasste Studie "Offshore-Windenergie in der deutschen Energieversorgung - Eine Kurzexpertise über Potenziale, Chancen und Risiken" belege das große Potenzial der Offshore-Windenergie für die deutsche Energieversorgung. Vor dem Hintergrund der aktuellen Preisentwicklungen und -prognosen bei der konventionellen Energieerzeugung kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass von den erneuerbaren Energien nur die Offshore-Windenergie in der Lage ist bis 2020 einen wesentlichen Beitrag zu leisten.

"Offshore-Wind hat durch die besseren und stetigeren Windverhältnisse hohe Erträge und ein großes Erzeugungspotenzial. Dabei ist das Preisniveau volkswirtschaftlich sehr attraktiv. Wir müssen deshalb alles daran setzen, die Erschließung der Windenergie auf hoher See zügig vorzunehmen", fasst LBST-Geschäftsführer Jörg Schindler zusammen.

Staatssekretär Matthias Machnig vom Bundesumweltministerium (BMU) betonte: "Ziel sind 15 Prozent der deutschen Stromversorgung durch die Offshore-Windenergie abzudecken. Um dieses Potenzial zu erschließen prüft das BMU die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, entsprechend dem Auftrag aus dem Koalitionsvertrag." Beim Energiegipfel im April vereinbarte die Bundesregierung gemeinsam mit der Offshore-Stiftung sowie der Energiewirtschaft die Errichtung eines Offshore-Testfeldes nördlich Borkum.

An der Konferenz nehmen 160 Teilnehmer aus Politik, Industrie und Wissenschaft teil. 21 Referenten aus vier Ländern präsentieren aktuelle Entwicklungen der Offshore-Windenergie. Die WAB wird gefördert durch das Land Bremen und die EU. Die Konferenz erhält weiterhin einen Zuschuss aus dem Veranstaltungsfond der Stadt Bremerhaven.

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