Windenergie

Studie: Offshore-Windbranche die nächsten 10 Jahre im Aufwind

Die Offshore-Windenergie wird in den nächsten zehn Jahren einen betrachtlichen Aufschwung erleben, so das Ergebnissen einer Marktstudie von Emerging Energy Research (EER). So könne die Leistung der weltweit installierten Offshore-Windkraft-Anlagen bis 2020 auf knapp 45 Gigawatt anwachsen.

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"Die weltweite Offshore-Windenergiebranche wird aufbauend auf der ansteigenden Lernkurve der letzten zehn Jahren in ein Jahrzehnt konkreten Fortschritts eintreten", so Eduard Sala de Vedruna, leitender Analyst im Bereich Windenergie bei EER.

Während große Versorgungsunternehmen in Nordeuropa die Windbranche kurzfristig weiter vorantreiben werden, sind laut EER die Voraussetzungen für die Entwicklung von Offshore-Anlagen in Nordamerika und Asien ebenfalls gegeben. Zwischen 2010 und 2020 werden auf diese beiden Regionen nahezu 25 Prozent der gesamten neuen Offshore-Kapazitaten entfallen, so EER.

Europa liegt bei Offshore Windkraft vorne

Da in Europa die Onshore-Märkte bereits weitgehend erschlossen seien und Windkraft-Anlagen auf dem Meer höhere Leistungen erreichen, fördern Regierungen den Ausbau der Offshore-Technologie entscheidend. "Die Offshore-Technologie ist immer noch eine hauptsachlich europäische Angelegenheit", erläuterte Sala de Vedruna.

EER geht davon aus, dass Asien, angefuhrt von China und Korea, ab 2014 seine Offshore-Markte erschliessen wird. In Nordamerika konnten Testprojekte in den USA (Deepwater Wind) und Kanada (NaiKun) ab 2012 erste Früchte tragen, wobei bis zum Jahre 2020 über 6 GW geplant sind, so EER.