Steigende Nachfrage

Studie: Ölpreis könnte bis 2030 auf 120 Dollar steigen

Bis 2030 könnte sich der Ölpreis von derzeit etwa 60 Dollar auf 120 Dollar pro Barrel verdoppeln, da die Nachfrage weiter steigen wird. Das geht aus der Untersuchung "Strategie 2030 - Energierohstoffe" des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) und der Berenberg Bank hervor.

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Hamburg (ddp/sm) - Experten gehen einer Studie zufolge langfristig von weiter steigenden Energiepreisen aus. Allein der Ölpreis könnte sich bis 2030 von derzeit knapp 60 Dollar auf 120 Dollar verdoppeln, wie aus der am Donnerstag in Hamburg vorgestellten Untersuchung "Strategie 2030 - Energierohstoffe" des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) und der Berenberg Bank hervorgeht. Öl- und Gasunternehmen sowie Versorger würden davon profitieren.

Grund für den Anstieg dürfte der Studie zufolge die weiter steigende Nachfrage sein. Der wirtschaftliche Aufholprozess der Entwicklungs- und Schwellenländer werde den weltweiten Energieverbrauch trotz im Trend weitergehender Energiesparbemühungen bis 2030 um 75 Prozent wachsen lassen, erläuterte HWWI-Direktor Thomas Straubhaar.

Die fossilen Brennstoffe Erdöl, Kohle und Erdgas, die heute den Verbrauch dominieren, würden auch 2030 noch den weit überwiegenden Teil des Energieverbrauchs ausmachen. Doch werde Erdgas seinen Anteil auf Kosten von Öl und Kohle ausweiten. Die sonstigen Energien, also Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, Wasserkraft, Kernkraft und Sonnenenergie, würden ihren Anteil von 12 auf 17 Prozent erhöhen.