Ineffizienz

Studie: Neue Kohlekraftwerke verteuern den Strom

Statt den Strom billiger zu machen, werden sich die Strompreise durch den Bau neuer Kohlekraftwerke sogar erhöhen, meinen Umweltschützer. Denn eine höhere Nachfrage nach Verschmutzungsrechten hätte eine Preissteigerung zur Folge. Daher sollte mehr in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert werden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Lubmin (red) – In Lubmin bei Greifswald soll ein neues Kohlekraftwerk entstehen. Doch die Effizienz scheint fraglich, denn eine Studie des Arrhenius-Institutsim im Auftrag der Umweltschutzorganisationen BUND, WWF und Klima-Allianzrechnen zeigt, dass der Strom dadurch sogar teurer wird, statt billiger.

Verschmutzungsrechte ziehen Strompreis in die Höhe

Seit 2005 benötigen Kraftwerksbetreiber Emissionszertifikate für Ihren CO2-Ausstoß. Bislang wurden diese größtenteils kostenlos zugeteilt, künftig müssen Kraftwerksbetreiber jedoch einen Teil davon ersteigern. Durch neue Kohlekraftwerke steige die Nachfrage nach dien Verschmutzungsrechten, so der Mitbegründer des Hamburger Arrhenius-Instituts, Sven Bode. Dadurch würden alle Zertifikate teurer und somit steige auch der Strompreis.

Alternativ: Photovoltaik im sonnenreichsten Bundesland

Statt dem Bau des Steinkohlekraftwerks Lubmin schlagen Umweltschützer daher vor, mehr in Ausbau der Nutzung von erneuerbaren Energien zu investieren. Schließlich sei Mecklenburg-Vorpommern das sonnenreichste Bundesland.