Erneuerbare Energien

Studie: Kern- und Kohleenergie bis 2030 zu einem Drittel ersetzbar

Die Energieerzeugung mit Kernbrennstoffen und fossilen Energieträgern kann einer Studie zufolge in den nächsten beiden Jahrzehnten mit überschaubarem finanziellen Aufwand deutlich reduziert werden. Bereits bis zum Jahr 2030 könnten zwischen 17 und 30 Prozent des weltweiten Strom- und Wärmebedarfs aus regenerativen Energiequellen gedeckt werden, teilte die Energy Watch Group mit.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (AFP/sm) - Den Angaben der Forscher zufolge sind dafür - je nach Geschwindigkeit des Ausbaus alternativer Energien - Ausgaben in Höhe von einer halben Billion bis zu einer Billion Euro nötig, also etwa 62 bis 124 Euro je Weltbürger. Allein im Jahr 2005 seien weltweit 800 Milliarden Euro für Rüstungszwecke ausgegeben worden.

Durch den Ausbau alternativer Energien könne der Strombedarf aus fossiler oder nuklearer Energieerzeugung um mehr als die Hälfte reduziert werden, erklärte die Energy Watch Group. Der Wärmebedarf aus herkömmlicher Produktion könne um 13 Prozent sinken. Zur Abkehr von fossilen oder nuklearen Energieträgern bei der Stromerzeugung müsse auf Wind-, Wasser- und Sonnenkraft gesetzt werden. Der Wandel in der Wärmeversorgung könne durch verstärkten Einsatz von Solarkollektoren und Kraft-Wärme-Kopplung vorangetrieben werden.

Die größten Investitionen sind der Studie zufolge in Asien nötig, wo die meisten Menschen leben und die Bevölkerung am schnellsten wächst. Die Energy Watch Group ist ein Netzwerk aus Wissenschaftlern, dessen Forschungsschwerpunkt auf alternativen Methoden der Energieerzeugung liegt.