Preisrückgang

Studie: Industrie zahlt Milliarden weniger für Energie

Unternehmen mit besonders hohen Energiekosten können sich von der EEG-Umlage unter bestimmten Bedingungen befreien lassen. Einer Studie zufolge sind die Kosten für die Industrie wegen dem Preisrückgang bei den fossilen Brennstoffen stark zurückgegangen.

Raffinerie© Himmelssturm / Fotolia.com

Berlin - Für die deutsche Industrie sind die Energiekosten in den vergangenen Jahren um ein Zehntel gesunken. Das ist das Ergebnis einer Studie von Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Öko-Instituts. Demnach zahlten die Industrieunternehmen im ersten Quartal dieses Jahres monatlich 2,68 Milliarden Euro für Energie, etwa 320 Millionen Euro weniger als im Jahr 2010. Verglichen mit 2013 waren es sogar 570 Millionen Euro weniger. "Am stärksten trug dazu der Preisrückgang von Erdgas, Öl und Kohle bei", sagte der DIW-Fortscher Sebastian Petrick, bei der Vorstellung der Untersuchung am Donnerstag in Berlin.

Energiekosten im Verhältnis zum Wert der Produktion

Die Ökonomen errechneten einen neuen Energiekostenindex für die Industrie. Er setzt die Ausgaben für Energie ins Verhältnis zum Wert der gesamten Produktion. Daraus ergibt sich, dass die Unternehmen im ersten Quartal 1,8 Prozent des Warenwertes für Energiekosten aufwenden mussten.

Studie: Energiekostenbelastung hat um 20 Prozent abgenommen

Die Energiekostenbelastung liege relativ, das heißt gemessen an der Wirtschaftsleistung der Industrie, derzeit sogar um rund 20 Prozent niedriger als 2010, sagte der Chefökonom der Umweltstiftung European Climate Foundation (ECF), Thomas Fricke. Das sei damit zu erklären, dass die Produktion bei gesunkenen Energiekosten erhöht worden sei. Die ECF hatte die Studie in Auftrag gegeben.

Quelle: DPA