Deutschland ist führend

Studie II: Auch Umweltschutz ist wichtiger Wirtschaftsfaktor

Umwelt- und Klimaschutz sichern in Deutschland knapp 1,5 Millionen Arbeitsplätze und stärken Deutschlands Position auf den Exportmärkten. Das ist Ergebnis einer vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebenen Studie, die jetzt in einer Broschüre veröffentlicht wurde.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Der Umweltschutz ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das Binnenmarktvolumen und unsere hervorragende Position auf den internationalen Märkten tragen zu Beschäftigung, Innovation und Wachstum in Deutschland bei", erläuterte Umweltminister Sigmar Gabriel heute in Berlin.

Deutschland sei 2003 mit einem Export im Umfang von 31 Milliarden Euro Exportweltmeister bei den Umweltschutzgütern gewesen und werde diesen Platz vermutlich auch für 2004 behaupten, heißt es in der Studie. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung (NIW) und das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) untersuchen in der vom Bundesamt betreuten Studie die wirtschaftlichen Potenziale, die Beschäftigungswirkungen sowie das Innovationsverhalten und die Wettbewerbsfähigkeit der Umweltschutzwirtschaft.

Wichtiger Untersuchungsgegenstand sei auch das Innovationsverhalten der Unternehmen gewesen, hieß es. Als Ergebnisse ragen zwei Aspekte heraus: Mit 3,3 Prozent aller Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Umweltschutz liege Deutschland weit über dem OECD- und auch dem EU-Schnitt. Bei europäischen Patentenanmeldungen in der Umwelttechnik nehme Deutschland den Spitzenplatz ein. Gabriel: "Umweltpolitik ist in Deutschland ein Innovationsmotor. Dank unserer Umwelttechnik haben wir eine führende Position auf den internationalen Märkten. Aber darauf können wir uns nicht ausruhen. Wer morgen Märkte besetzen will, muss heute handeln. Dazu trägt eine anspruchsvolle und berechenbare Umweltpolitik bei. Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz sind längst keine rein ökologischen Fragen, sondern harte ökonomische Zukunftsthemen."