WindEnergy

Studie: Globaler Windmarkt wird deutlich wachsen

Im Vorfeld der Leitmesse "WindEnergy", die vom 16. bis 19. Mai in Hamburg stattfindet, wurde heute die dritte WindEnergy-Studie veröffenlicht. Egebnis: Der Weltmarkt bietet der Windindustrie langfristig hervorragende Marktaussichten, von 2006 bis 2014 werden jährliche Wachstumsraten von acht Prozent erwartet.

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Hamburg (red) - Die internationale Windenergiebranche erwartet in den nächsten Jahren ein deutliches weiteres Wachstum: Bis zum Jahr 2014 sollen weltweit Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt fast 210 000 Megawatt installiert sein. Derzeit sind Anlagen mit zusammen 59 000 Megawatt am Netz. Der bis 2014 prognostizierte Zuwachs beträgt somit 151 000 Megawatt. Das ist das Ergebnis der WindEnergy-Studie 2006, die von der Hamburg Messe im Vorfeld der WindEnergy - International Trade Fair heute in Hamburg präsentiert wurde.

Das Deutsche Windenergie Institut (DEWI) hatte im Auftrag der Hamburg Messe in der Windenergie international tätige Firmen zu ihrer Markteinschätzung befragt und damit die zweite WindEnergy-Studie aus dem Jahr 2004 fortgeschrieben. Demnach wird der Markt weiter wachsen: Im Jahr 2010 werden in Europa etwa 77 000 Megawatt installiert sein, 2014 sogar knapp 111 000 Megawatt. "Nach den Prognosen der WindEnergy-Studie ist die Windenergie auf dem besten Wege, eine wichtige Hauptenergiequelle für Europa zu werden", kommentierte Christian Kjaer, Geschäftsführer des Europäischen Windenergieverbands (EWEA).

Schaut man auf den gesamten Weltmarkt, wird sich nach der WindEnergy-Studie die insgesamt installierte Leistung von heute etwa 60 000 Megawatt bis 2014 auf 210 000 Megawatt vervielfachen. Als die wichtigsten Zukunftsmärkte haben die befragten Firmen Deutschland, Frankreich, Spanien und USA genannt. In Deutschland wird nach der WindEnergy-Studie der Onshore-Markt weiter wachsen, der Offshore-Sektor verzögert sich noch. Laut Studie werden in Deutschland bis zum Jahr 2010 etwa 23 700 Megawatt installierte Leistung an Land und 1300 Megawatt auf See installiert sein.

"Aufgrund des stark expandierenden Weltmarktes sind die Auftragsbücher bei den deutschen Herstellern und Zulieferunternehmen voll", ergänzte auch Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA - Power Systems.