Großbritannien Vorreiter

Studie: G8-Staaten tun zu wenig gegen den Klimawandel

Die Klimapolitik der G8-Staaten wird nicht ausreichen, um das Rennen gegen den Klimawandel zu gewinnen, so das Ergebnis einer Untersuchung im Auftrag von WWF und Allianz SE. Mit den bislang ergriffenen Maßnahmen werden sich die internationalen Vorgaben nicht erfüllen lassen, heißt es.

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Berlin (red) - Laut dem Bericht G8 Climate Scorecards 2008 liegt Großbritannien an der Spitze im Wettlauf gegen den Klimawandel und damit knapp vor Frankreich und Deutschland. Trotzdem reichen auch in diesen Ländern die erzielten Treibhausgasminderungen und die langfristig angelegten klimapolitischen Anstrengungen noch nicht aus, um das Ansteigen der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal 2°C zu beschränken.

Der Bericht zeigt außerdem auf, wie das Engagement der G8-Staaten für den Klimaschutz verstärkt werden muss. So sollten sich etwa die Staatschefs auf dem kommenden G8-Gipfel in Japan auf bindende, langfristige CO2-Minderungsziele einigen. Nötig seien für die Industriestaaten bis zum Jahre 2050 Einsparungen von mindestens 80 Prozent, und davon möglichst bereits 40 Prozent bis zum Jahre 2020.

Darüber hinaus sollten die G8-Staaten den Entwicklungsländern "finanzielle und technische Unterstützung zusagen, so dass diese sich auf den nicht mehr zu vermeidenden Klimawandel vorbereiten und CO2-arme Technologien einsetzen können", so Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF in Deutschland. .

Der Bericht G8 Climate Scorecards 2008 wurde von der Beratungsgesellschaft Ecofys erarbeitet.